TUT GUT WOCHENPLAN

Pandemie, Homeoffice, Selbstständigkeit. In den letzten anderthalb Jahren hat sich mein Alltag ganz schön verändert. Und ich denke, es geht nicht nur mir so, oder?



Vor der Pandemie und der Selbstständigkeit hab ich meine Freizeit gern mit Aktivitäten und Veranstaltungen gefüllt. Hab mich mit Freund*innen getroffen und das Großstadtleben genossen. Die Mittagspause im Büro verbrachte ich mit meinen Kolleg*innen – immer eine Person hat für die anderen gekocht. Oder ich habe mich alleine ans Mainufer gesetzt. Nachmittags machten wir zusammen einen Spaziergang um den Block, manchmal gab’s Kuchen. Und der Weg zur Arbeit war mein Sport; bei Wind und Wetter düste ich mit dem Fahrrad den Fluß entlang.


Stück für Stück brachen diese Faktoren weg. Zu Beginn ist es mir gar nicht so sehr aufgefallen: Meine Freizeit verbrachte ich im Atelier. Im Homeoffice freute ich mich über flexiblere Arbeitszeiten und dass ich auch mal im Pyjama vor dem Rechner sitzen konnte. Und nun, in der Selbstständigkeit, genieße ich es ohnehin sehr, komplett selbstbestimmt zu sein.


Aber allmählich merkte ich auch, dass ich meinen Alltag nicht mehr so bewusst wahrnahm. Ich kam morgens kaum aus dem Bett, vergaß zu duschen und aß mal schnell vor dem Bildschirm. Ich verbrachte die Abende vor dem Fernseher oder mit dem Smartphone in der Hand. Und hatte trotzdem zig unbeantwortete Nachrichten von Freunden und Familie, weil ich keine Lust mehr hatte, noch mehr zu tippen. Es gab Tage, da habe ich das Haus gar nicht verlassen und merkte beim Schlafen gehen, dass ich nur ein Glas Wasser getrunken hatte.


Also machte ich mir einen Plan. Mit Dingen, die ich im Alltag zu leicht vernachläßige, die mir aber total gut tun. Sowas wie ein paar Seiten in einem Buch oder Magazin lesen. Eine Tasse Tee trinken und eine Frucht essen. Die Mama oder eine Freundin anrufen. Eine kurze Bildschirmpause, ein kleiner Spaziergang und Pflanzen gießen.


Und das Ganze als Belohnungssystem, mit Feldern zum Ausfüllen. Dazu inspiriert hat mich Barbara de Ru aka Bobbin Hood (auch für Siebdruck-DIY-Content sehr zu empfehlen), die sich immer wieder eigene Tracking-Listen zaubert und mit fröhlichen Stickern positive Gefühle schafft.


Meinen Plan zeigte ich auf meinem Instagram-Kanal und seither kamen immer wieder Nachfragen, ob ich diesen nicht auf für euch zur Verfügung stellen könnte. Und ich so: ja klar, unbedingt!


Jede*r braucht doch mehr Tut-gut-Momente im Alltag. Schnappt euch die Datei, druckt sie euch auf DINA3 oder DINA4 aus und hängt den Plan an eine gut sichtbare Stelle. Füllt die Felder aus mit Farbstift, Textmarker oder Klebepunkten – wie es euch gefällt.


Aber hey, jeden Tag alles umsetzen zu wollen, ist viel zu viel und macht unnötig Druck. Deshalb habe ich mir vorgenommen, täglich drei Dinge zu machen. Drei Dinge. Das kriegen wir hin, oder?


Der Plan hat 21 Spalten. Das sind drei Wochen, wenn ihr ihn täglich nutzen wollt. Aber es gibt keine Daten oder Nummern, denn auch mir gelingt es manchmal nicht, auch nur eine Sache umzusetzen. Dann probiere ich es am nächsten Tag eben erneut.


Es gibt zwei Versionen:


Einmal den Kalender mit fertigen Vorschlägen von mir. Mit Ideen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen und die mir persönlich ein gutes Gefühl geben. Ganz unten kannst du noch eigene Punkte ergänzen.

Tut-gut-Wochenplan
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Die Liste passt so gar nicht zu dir und deinem Alltag? Dann lade dir die zweite Datei runter. Die Liste ist komplett leer und du kannst sie mit deinen ganz individuellen Tut-gut-Momenten füllen.

Tut-gut-Wochenplan_leer
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Ich wünsche dir ganz viel Spaß damit und freue mich über Feedback. Gerne per Mail an nina@jakobundtatze.de oder direkt auf Instagram @jakobundtatze. ♥